In vielen Industriebetrieben arbeiten Menschen längst mit Assistenzsystemen, im Personalordner liegt aber weiter die Stellenbeschreibung aus der Zeit davor. Die Angebotskalkulation läuft teilautomatisiert, in der Produktionssteuerung sind die Erfassungsanteile kleiner geworden, und das Profil nennt davon nichts. Sichtbar wird der Abstand bei Einarbeitung, Vertretung und Zielvereinbarung.
Dieser Beitrag beschreibt das Vorgehen, mit dem Sie bestehende Stellen neu zuschneiden. Er beginnt beim Aufgabeninventar, beziffert danach Wegfall, Verschiebung und Neuanteil und endet bei einem kurzen Profil, das Einarbeitung und Vertretung trägt. Die größere Einordnung von Arbeit, Rollen und Führung steht im Leitfaden zur Arbeitsorganisation unter KI.
Ein Stellenzuschnitt unter KI beginnt beim Aufgabeninventar, der Titel steht am Ende. Das Vorgehen zerlegt jede betroffene Stelle in einzelne Tätigkeiten, beziffert Wegfall, Verschiebung und Neuanteil und schreibt daraus ein kurzes Profil mit Prüfpflicht und Eskalationsweg. sensified.ai begleitet den ersten Durchlauf mit einem Domänenexperten aus Ihrem Haus. Das World Economic Forum erwartet bis 2030 rund 39 Prozent veränderte Kernkompetenzen.
- Was: ein Vorgehen zum Neuzuschnitt bestehender Stellen unter KI-Einsatz.
- Wer profitiert: Geschäftsführung, CIO und Personalleitung in Industriebetrieben mit 250 bis 2.000 Mitarbeitern.
- Welches Ergebnis: bezifferte Tätigkeitsanteile und ein Profil, das Einarbeitung und Vertretung trägt.
Quelle: sensified.ai, strategische KI-Leitung für den Mittelstand, 2026.
| Kennzahl | Wert | Quelle / Stand |
|---|---|---|
| Kernkompetenzen in bestehenden Berufen, die sich bis 2030 verändern | 39 % | World Economic Forum, Future of Jobs Report 2025 |
| Substituierbarkeitspotenzial in Fachkraftberufen, Durchschnitt | 62 % | IAB, Presseinformation 2024, Datenstand 2022 |
| Mittelständische Unternehmen in Deutschland, die KI nutzen oder testen | 51,2 % | DMB und Salesforce, KI-Index Mittelstand 2026 |
| Erwartete Veränderung bei Routine-Sachbearbeitung, Fünfer-Skala | 4,0 | Fraunhofer IAO, Unternehmensbefragung 2019, Erhebung Anfang 2019 |
Die IAB-Zahl quantifiziert ein technisches Potenzial. Das IAB ordnet sie selbst so ein und beschreibt, dass sich Berufsbilder in ihren Tätigkeitsanteilen verschieben.
Drei Fakten für die Einordnung:
- Der Abstand zwischen Profil und Arbeit entsteht auf der Ebene einzelner Tätigkeiten.
- Ein Neuanteil entsteht mit dem ersten System, weil Ausnahmen und Prüfungen Arbeit sind.
- Ein Stellenprofil ist ein Führungsinstrument, an dem die Vertretungsregel und der Eskalationsweg hängen.
Quelle: sensified.ai, Einordnung aus der strategischen KI-Leitung im Mittelstand, 2026.
Warum alte Stellenbeschreibungen unter KI zum Risiko werden
Ein Profil verliert den Kontakt zur Arbeit schrittweise. Zuerst verschwinden einzelne Handgriffe, dann verschiebt sich der Schwerpunkt einer Aufgabe, und irgendwann stimmt die Reihenfolge der Prioritäten nicht mehr. Spätestens bei einer Neubesetzung wird der Abstand sichtbar, und dann verhandeln alle Beteiligten unter Zeitdruck.
Der Abstand entsteht auf Aufgabenebene
Aussagekräftig wird der Befund auf der Aufgabenebene, weil KI selten eine Stelle als Ganzes trifft. Eine in einer Kurzstudie des Fraunhofer IAO referenzierte Untersuchung von Eloundou und Kollegen kommt für die USA auf rund 80 Prozent der Beschäftigten, bei denen mindestens 10 Prozent der Arbeitsaufgaben von generativer KI betroffen sein könnten. Bei rund 19 Prozent liegt der Anteil bei mindestens der Hälfte der Aufgaben.
Gezählt werden dabei Arbeitsaufgaben, und auf dieser Ebene gilt der Wert. Die Bestandsaufnahme setzt deshalb an den Aufgaben an, und die Stellenzahl bleibt eine Frage für einen späteren Schritt.
Was zuerst kippt und was bleibt
Die Richtung ist gut belegt. In der Unternehmensbefragung des Fraunhofer IAO erreichen Datenanalyse-Tätigkeiten einen Mittelwert von 4,3 auf einer Fünfer-Skala für die erwartete Veränderung, Routine-Sachbearbeitung liegt bei 4,0. Kreative Tätigkeiten kommen auf 2,7, empathische auf 2,4.
Für ein Profil heißt das, dass Abstimmung, Beurteilung und Kundenkontakt den Schwerpunkt der Stelle tragen. Erfassung, Zusammenstellung und Standardauskunft übernimmt zunehmend ein System. Welche Anforderung daraus folgt, hält das Aufgabeninventar je Tätigkeit fest.
Im Betrieb zeigt sich ein veraltetes Profil an drei Stellen, an denen Führungskräfte mit ihm arbeiten. Eine Einarbeitung folgt einer Aufgabenliste, die die Arbeit nicht mehr trifft, eine Vertretungsregel benennt Tätigkeiten, die längst ein System übernimmt, und eine Zielvereinbarung misst Anteile, die im Alltag kaum noch vorkommen.
Das Profil, das die Arbeit einholt
Wenn Tätigkeiten aus einer Stelle an ein System gehen, beschreibt die alte Stellenbeschreibung eine Arbeit, die es so nicht mehr gibt. Der Zuschnitt gehört deshalb vor die nächste Neubesetzung.
Gemeint ist ein Durchlauf in einem einzelnen Bereich, mit festem Termin und einem Ergebnis, das jemand abnimmt. Das ganze Haus kommt später.
Take-away: Veraltete Profile entstehen Tätigkeit für Tätigkeit, und genau auf dieser Ebene setzt der Zuschnitt an.
Das Aufgabeninventar als erster Schritt
Das Inventar ist eine Liste der Tätigkeiten einer Stelle. Sie bleibt so ausführlich, dass jeder wiederkehrende Handgriff eine eigene Zeile bekommt, und so kurz, dass jemand sie pflegt. Wer „Auftragsabwicklung“ in eine einzige Zeile schreibt, hat die Arbeit nicht sichtbar gemacht.
Vier Angaben je Tätigkeit
Für jede Zeile schlagen wir vier Angaben vor:
- Zeitanteil in Prozent der Arbeitszeit, geschätzt und im zweiten Durchlauf korrigiert.
- Häufigkeit, also täglich, wöchentlich oder monatlich.
- Fehlerkosten, wenn die Tätigkeit falsch ausgeführt wird, in einer groben Klasse von gering bis kritisch.
- Entscheidungsanteil, also ob die Tätigkeit eine Beurteilung verlangt oder einer Regel folgt.
Die vierte Angabe trägt später den größten Teil der Arbeit. Tätigkeiten mit hohem Entscheidungsanteil bleiben bei Menschen, verändern aber ihre Form, weil ein Vorschlag aus dem System schon auf dem Tisch liegt. Tätigkeiten mit niedrigem Entscheidungsanteil und geringen Fehlerkosten sind die Kandidaten für den Wegfall.
Wer die Angaben liefert
Das Inventar entsteht im Gespräch. Die Führungskraft beschreibt die Stelle aus der Steuerungssicht, die Stelleninhaber beschreiben denselben Arbeitstag aus der Arbeitssicht, und die Abweichung zwischen beiden Beschreibungen ist der interessanteste Teil des Materials. Im Gespräch wird diese Abweichung hörbar, weil beide Seiten ihre eigenen Worte verwenden. Wir erheben das Inventar deshalb in Gesprächen.
Eine Angabe kommt aus der IT, und sie ist Aufgabe des CIO. Er bestätigt je Zeile, welches System im Einsatz ist, wo dessen Grenze verläuft und welcher Anteil der Tätigkeit heute assistiert läuft. Ohne diese Bestätigung bleibt der Zuschnitt eine Schätzung aus dem Fachbereich, und die Prüfpflicht im Profil steht später auf weichem Grund.
Beginnen Sie in einem Bereich, in dem bereits ein System läuft. Wählen Sie so viele Stellen, dass sich das Raster wiederholt und der Aufwand überschaubar bleibt. Nach oben grenzt sich das Inventar deutlich ab. Es beschreibt Tätigkeiten in bestehenden Stellen. Die Governance-Rollen entstehen in einem eigenen Verfahren. Wer beides in ein Dokument packt, bekommt eine Prozesslandkarte, die niemand pflegt.
Das Fraunhofer IAO arbeitet in seinem Szenario-Report zu KI-basierten Arbeitswelten mit dem Gestaltungsziel, Tätigkeitsprofile lernförderlich zu halten. Für das Inventar folgt daraus eine kleine Ergänzung. Notieren Sie bei jeder Tätigkeit, die an ein System geht, welche Lerngelegenheit damit aus der Stelle verschwindet.
Take-away: Vier Angaben je Tätigkeit tragen den Zuschnitt, und die Angabe zu System und Systemgrenze kommt vom CIO.
Wegfall, Verschiebung und Neuanteil beziffern
Mit dem Inventar in der Hand wird der Zuschnitt eine überschaubare Rechenaufgabe. Jede Tätigkeit bekommt in diesem Vorgehen eine von drei Markierungen, und die Summe der Zeitanteile zeigt, wie stark sich die Stelle bewegt.
Die drei Bewegungen
Wegfall trifft Tätigkeiten, die vollständig an ein System gehen. In der Angebotskalkulation ist das häufig das Zusammensuchen von Preisen, Stücklisten und Vorgängerangeboten. Verschiebung trifft Tätigkeiten, die bleiben, deren Richtung sich aber dreht. Aus dem Erstellen einer Kalkulation wird das Prüfen einer vorgeschlagenen Kalkulation, und die dafür nötige Kompetenz steigt. Neuanteil sind Tätigkeiten, die es vorher im Profil nicht gab.
Der Neuanteil wird übersehen
Die dritte Bewegung fehlt in Entwürfen leicht. Ein System erzeugt Ausnahmen, und jemand muss sie behandeln. Ergebnisse brauchen eine Prüfung, bevor sie das Haus verlassen, und Stammdaten brauchen Pflege, damit die Vorschläge brauchbar bleiben.
Diese Anteile landen ohne Beschluss bei den Menschen, die sowieso schon genau hinsehen, und sie tauchen in keiner Kapazitätsrechnung auf. Wie solche Arbeit entsteht, die niemand gebucht hat, ist ein eigenes Thema und lohnt den Blick vor dem nächsten Rollout.
Die Größenordnung der Bewegung ist erheblich. Das World Economic Forum erwartet im Future of Jobs Report 2025, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der Kernkompetenzen in bestehenden Berufen verändern. Das IAB weist für Deutschland ein durchschnittliches Substituierbarkeitspotenzial von 62 Prozent in Fachkraftberufen aus und ordnet die Zahl selbst als technisches Potenzial ein. Nach dieser Lesart verschieben sich die Tätigkeitsanteile innerhalb der Berufsbilder.
Eine Tätigkeit von der alten Zeile bis ins neue Profil
Das folgende Beispiel ist konstruiert und stammt aus keinem Mandat. Es zeigt, wie eine einzelne Zeile aus dem Inventar durch die drei Bewegungen läuft und was davon im Profil landet.
| Schritt | Eintrag im Beispiel |
|---|---|
| Alte Tätigkeit | Preise, Stücklisten und Vorgängerangebote für eine Kalkulation zusammentragen |
| Bewegung | Wegfall, weil das Zusammentragen an das System geht |
| Was an die Stelle tritt | Die vorgeschlagene Kalkulation prüfen und die Abweichung zum Vorgängerauftrag begründen |
| Neuanteil | Fehlende oder widersprüchliche Positionen klären und die Stammdaten dafür nachziehen |
| Prüfpflicht | Jede Kalkulation oberhalb der internen Freigabegrenze wird vor dem Versand gegengezeichnet |
| Entscheidungsrecht | Innerhalb der Freigabegrenze gibt die Stelle die Kalkulation selbst frei |
| Eskalation | Widersprüchliche Systemdaten gehen an die IT, kaufmännische Abweichungen an die Vertriebsleitung |

Die Tätigkeit besteht jetzt aus Prüfung, Begründung und einem Neuanteil, der Arbeitszeit kostet, die vorher niemand eingeplant hatte.
Take-away: Drei Markierungen je Tätigkeit machen die Bewegung einer Stelle sichtbar, und der Neuanteil gehört zwingend dazu.
Das Muster für eine Stellenbeschreibung unter KI
Das Profil bleibt kurz, weil ein kurzes Dokument gelesen und gepflegt wird. Sechs Felder reichen dafür. Das folgende Muster dient als Ausgangspunkt für den betrieblichen Zuschnitt.
| # | Feld | Was hineingehört |
|---|---|---|
| 1 | Zweck der Stelle | Ein Satz, warum die Stelle existiert, formuliert als Ergebnis für den Betrieb |
| 2 | Ergebnisverantwortung | Die Ergebnisse mit Bezugsgröße, für die die Stelle einsteht |
| 3 | Tätigkeitsanteile | Die Zeilen aus dem Inventar, gebündelt zu wenigen Blöcken mit Prozentband |
| 4 | Assistierte Anteile und Prüfpflicht | Welcher Anteil assistiert läuft, wer prüft, was bei einer Abweichung passiert |
| 5 | Entscheidungsrechte und Eskalation | Was die Stelle selbst entscheidet, was sie vorlegt, an wen sie eskaliert |
| 6 | Kompetenzen mit Nachweis | Welche Kompetenz die Arbeit verlangt und woran sie erkennbar ist |
Das Feld, das die meiste Sorgfalt verdient
An Feld vier zeigt sich, ob das Profil im Alltag trägt. Tragfähig wird es, wenn dort steht, welcher Anteil der Arbeit assistiert läuft, wer das Ergebnis prüft und was bei einer Abweichung geschieht. Ein Satz wie „nutzt KI-gestützte Werkzeuge“ lässt alle drei Angaben offen.
Diesen Teil nimmt der CIO ab. Er bestätigt den technischen Eskalationsweg, und er sagt, wie die Stelle weiterarbeitet, wenn das System nicht verfügbar ist. Damit trägt das Profil eine Zusage, auf die sich die Führungskraft im Störungsfall berufen kann.
Das Feld, an dem sich das Profil bewährt
„Ein Profil hält im Alltag, wenn drei Angaben darin stehen: welcher Anteil der Arbeit assistiert läuft, wer das Ergebnis prüft und was bei einer Abweichung geschieht.“
Berthold Kellner, Gründer & Geschäftsführer, sensified.ai. Praktisch heißt das, Feld vier vor dem Beschluss einmal mit dem CIO durchzugehen.
Zwei Felder kommen aus anderen Entscheidungen
Feld fünf und Feld sechs füllt der Personalbereich nicht allein. Wer über Einsatz, Freigabe und Abschaltung eines Systems entscheidet, gehört in eine Rechte-Matrix, und dazu steht mehr im Beitrag zu Entscheidungsrechten zwischen Geschäftsführung, CIO und Fachbereich. Welche Kompetenz jemand nachweisen muss und welcher Weg dorthin führt, gehört zu Entwicklungs- und Karrierepfaden und wird im Profil nur benannt.
Take-away: Sechs Felder tragen ein Profil, und Feld vier hält den assistierten Anteil, die Prüfung und den Weg bei einer Abweichung fest.
Der Zuschnitt im Betrieb
Ob die Betroffenen ein Profil mittragen, zeigt sich an der Reihenfolge. Ein Profil, das ohne Beteiligung entsteht, liest sich für die Betroffenen wie eine Bewertung ihrer Person.
Reihenfolge im ersten Bereich
- Bereich auswählen, in dem bereits ein System läuft, und die betroffenen Stellen benennen.
- Aufgabeninventar in Gesprächen erheben, Führungssicht und Arbeitssicht getrennt notieren, Systemgrenzen und assistierte Anteile vom CIO bestätigen lassen.
- Wegfall, Verschiebung und Neuanteil markieren und die Zeitanteile zusammenrechnen.
- Profil-Entwurf schreiben und von den Stelleninhabern gegenlesen lassen.
- Technische Abnahme durch den CIO, danach Beschluss in der Geschäftsführung und Übernahme in Einarbeitung und Vertretungsregel.
Drei Fallstricke
Der erste ist die Titelinflation. Neue Bezeichnungen wirken nach außen modern und lösen innen Erwartungen an Einstufung und Vergütung aus, obwohl sich die Arbeit selbst kaum verändert hat.
Der zweite ist das Profil als Verhandlungsdokument. Sobald Zuschnitt und Entgeltfrage im gleichen Termin liegen, verschiebt sich das Gespräch von der Arbeit auf die Stufe, und die inhaltliche Klärung fällt aus.
Der dritte ist der Wunsch, alle Bereiche gleichzeitig zu erfassen. sensified.ai fährt den Durchlauf bereichsweise, weil die Fragen und die Angaben je Tätigkeit nach dem ersten Bereich feststehen.
Ein Wort zur Abgrenzung. Der Zuschnitt berührt Fragen der Mitbestimmung und des Datenschutzes, und deren Bewertung gehört zu Ihren Juristen. In Ihrer Hand bleibt die Struktur der Analyse, und die fällt leichter, wenn sie auf Rollenebene bleibt.
Der ruhige Zuschnitt
Ein Stellenprofil ist ein Führungsinstrument und beschreibt Aufgaben, Verantwortungen und Eskalationswege.
Wer das Verfahren auf dieser Ebene hält, führt mit den Stelleninhabern ein Gespräch über die Arbeit und ihre Anforderungen.
Take-away: Wer die Stelleninhaber vor dem Beschluss einbezieht und in einem Bereich anfängt, erkennt an der ersten Zielvereinbarung, ob das Profil im Alltag trägt. Der Titel steht am Ende.
Nächste Schritte
Der Einstieg bleibt klein. Ein Bereich, in dem bereits ein System läuft, genügt für den ersten Durchlauf, und Sie sehen danach, ob das Raster in Ihrem Haus trägt.
- Strategiegespräch, 30 Minuten, kostenlos und ohne Verkaufsdruck. Wir ordnen ein, welcher Bereich sich für den ersten Durchlauf eignet und welche Systeme dort bereits Aufgaben übernehmen.
- Aufgabeninventar in einem Bereich. Gespräche mit Führungskraft und Stelleninhabern, vier Angaben je Tätigkeit, Systemgrenzen vom CIO bestätigt.
- Muster-Profil und Beschluss. Bewegungen beziffert, Profil geschrieben, gegengelesen, technisch abgenommen und in der Geschäftsführung beschlossen.
Sie entscheiden nach jedem Schritt neu.
Wählen Sie bitte Ihren Wunschtermin direkt im Kalender aus.
FAQ
- Welche Aufgaben kann KI in einer Stelle übernehmen?
- Am stärksten betroffen sind Datenanalyse und Routine-Sachbearbeitung. In der Unternehmensbefragung des Fraunhofer IAO liegt die erwartete Veränderung dort bei 4,3 und 4,0 auf einer Fünfer-Skala, bei kreativen Tätigkeiten bei 2,7 und bei empathischen bei 2,4. Für den Zuschnitt heißt das, Erfassung und Standardauskunft zuerst zu prüfen.
- Was ändert sich durch KI an einer Stellenbeschreibung?
- Es sind drei Bewegungen. Aufgaben fallen weg, andere verschieben sich vom Erstellen zum Prüfen, und neue Anteile entstehen für Ausnahmebehandlung, Ergebnisprüfung und Datenpflege. Dazu kommt ein Feld, das vorher fehlte, nämlich die Prüfpflicht bei assistierten Anteilen. Der Stellentitel muss sich dafür nicht ändern.
- Wie schneiden wir eine Stelle neu zu, wenn ein Teil der Tätigkeit wegfällt?
- Zerlegen Sie die Stelle zuerst in einzelne Tätigkeiten mit Zeitanteil, Häufigkeit, Fehlerkosten und Entscheidungsanteil. Markieren Sie dann jede Tätigkeit als Wegfall, Verschiebung oder Neuanteil und rechnen Sie die Zeitanteile zusammen. Erst danach entsteht das Profil. sensified.ai fährt diesen Durchlauf zuerst in einem einzelnen Bereich.
- Wer ist im Unternehmen für den Stellenzuschnitt zuständig?
- Die Bereichsführung beschreibt die Stelle, die Personalleitung führt das Verfahren. Der CIO bestätigt, welche Systeme im Einsatz sind, wo deren Grenze verläuft und welcher technische Eskalationsweg gilt, und er nimmt die Prüfpflicht im Profil ab. Der Beschluss liegt bei der Geschäftsführung, weil Entscheidungsrechte und Eskalationswege daran hängen.
- Wie schreiben wir eine Stellenbeschreibung, in der KI vorkommt?
- Brauchbar wird das Dokument, wenn dort steht, welcher Anteil der Arbeit assistiert läuft, wer das Ergebnis prüft und was bei einer Abweichung passiert. Diese drei Angaben tragen später die Einarbeitung einer neuen Person und die Vertretung im Urlaubsfall. Formulierungen wie „nutzt KI-gestützte Werkzeuge“ lassen sie offen.
- Womit fangen wir an, wenn mehrere Bereiche betroffen sind?
- Mit einem Bereich, in dem bereits ein System läuft. Dort zeigt sich, ob das Raster in Ihrem Haus trägt. Stehen mehrere zur Wahl, nehmen Sie den, in dem als Nächstes eine Stelle nachbesetzt wird, weil das Profil dort für die Ausschreibung gebraucht wird. Für die folgenden Bereiche stehen die Fragen, die Angaben je Tätigkeit und die Felder des Profils dann schon fest.
- Woran erkennen wir, dass ein Profil überholt ist?
- Drei Beobachtungen sprechen dafür, das Inventar anzusetzen. Neue Mitarbeiter fragen nach Tätigkeiten, die im Profil fehlen, die Vertretungsregel nennt Arbeit, die längst ein System übernimmt, und Zielvereinbarungen messen Anteile, die im Alltag kaum noch vorkommen. Am frühesten zeigt sich das in der Vertretungsplanung, weil dort Tätigkeit für Tätigkeit benannt wird und eine Lücke sofort auffällt.
Weitere Artikel
- Steuerungskreis
KI-Steuerungskreis aufsetzen. Organisationsdesign im Mittelstand
sensified.ai zeigt das Organisationsdesign hinter einem KI-Steuerungskreis im Mittelstand, mit vier Sitzen, einem festen Takt, einer Agenda mit den Entscheidungen zuerst und einer Entscheidungsvorlage auf einer…
Weiterlesen →
- Führungspraxis
Teamführung mit KI-Assistenz. Was Mittelmanagement jetzt leistet
sensified.ai ordnet die Führungspraxis unter KI-Assistenz. Vier Kriterien, die den Beurteilungsbogen ergänzen, Ziele auf Wirkung und ein Gespräch, das die Linie führen kann.
Weiterlesen →
- Karrierepfade
Kompetenzentwicklung unter KI. Karrierepfade im Mittelstand neu bauen
sensified.ai zeigt, wie Karrierepfade neben der Führungslaufbahn entstehen, welche vier Kompetenzfelder sie tragen und welche Lernformate im Mittelstand halten.
Weiterlesen →
- Werksalltag
KI in der Produktion. Was sich für die Werksleitung im Alltag ändert
sensified.ai zeigt, was sich mit KI in der Produktion für die Werksleitung ändert, an der Schichtübergabe, bei der Eskalation von Störungen und in der Führung im…
Weiterlesen →
- Rechte-Matrix
Entscheidungsrechte für KI. GF, CIO und Fachbereich
sensified.ai ordnet Einsatz, Freigabe und Abschaltung von KI auf drei Ebenen und zeigt, wer zwischen Geschäftsführung, CIO und Fachbereich verbindlich entscheidet.
Weiterlesen →
- Einführung
KI Change Management im Mittelstand. Wie Sie die Belegschaft mitnehmen
sensified.ai ordnet den Widerstand gegen KI in vier Muster, führt die Einführung über sechs Stationen mit je einem Nachweis und zeigt, was Kommunikation vor der Entscheidung…
Weiterlesen →
